Pegida – eine von vielen Erklärungen

Pegida ist das Eine  –  daß da bald fünfzigtausend Unzufriedene auf der Straße sind, ist das Andere.

Der Bundes-Justizminister der Bundesrepublik Deutschland erklärt:

„die Pegida-Demonstranten sind eine Schande für Deutschland“

Man stelle sich das einmal vor!         Das sagt der Bundes-Justizminister!

Ich dachte, wenn man einen solchen Posten antritt, sollte man das Grundgesetz vorher wenigstens einmal durchgelesen haben. Da hilft es auch nicht, wenn man ein Jurastudium nachweisen kann. Man muß das schließlich auch noch verstehen, was man da studiert. Wenn man schon keine Ahnung von den Rechten der Bürger hat, sollte man wenigstens deren Nöte verstehen.

Von einem Minister, der es nötig hat in seinem Lebenslauf zu erwähnen, daß er ein Jahr bei Ford am Fließband gearbeitet hat, kann man das wohl auch nicht erwarten. Und hier könnten wir doch schon kurz bei einem Grundproblem verweilen, das Pegida als Nährboden dient.

Dieses Grundproblem ist das Blendwerk unserer Politiker.

Will uns Herr Maas tatsächlich weismachen, daß auch er, wie sein Vater, eigentlich ein Arbeiter ist, der weiß was die Arbeiterklasse umtreibt? Will er uns tatsächlich weismachen, daß er weiß, welchem Druck diese Leute am Fließband jeden Tag ausgesetzt sind und welche Sorgen sie haben ? Will er uns damit zeigen, daß er zu Recht in der SPD seine politische Heimat hat, weil er ja auch schon mal gearbeitet hat ?

Blödsinn!! Der hat ein Jahr überbrückt bis zum Studium und sonst nix!!

Er will uns damit weismachen, daß er kein reiner Politik-Karrierist ist. Das ist ein Witz.

Aber die Wurzel der Pegida ist hieraus abzuleiten.
Die politische Kaste glaubt, uns alle veräppeln zu können und glaubt dann auch noch, ihre MITBÜRGER beschimpfen zu können, wenn sie ihre Rechte auf Demonstrationsfreiheit wahrnehmen.

Man kann zu den Anfängen von Pegida sicher unterschiedlicher Meinung sein. Aber sicher ist inzwischen nicht mehr zu leugnen, daß sich unter diesem Dach größtenteils unzufriedene Menschen sammeln, die sich nicht länger veräppeln lassen wollen.

Ein weiteres Beispiel: Da kommt ein Herr Gabriel, seines Zeichens Vorsitzender einer großen deutschen Volkspartei, und verlangt, daß „….. die, die demonstrieren und keine Neonazis sind – die müssen sich auch von den Neonazis distanzieren.“

Schon wieder ist es passiert.
Die Bürger sollen sich distanzieren.
Da gehen fünfzigtausend Leute auf die Straße und sollen sich dann gegenseitig von den Teilnehmern distanzieren, deren Meinung sie nicht sind. Also so, wie sich unsere Politiker bei Treffen von teilnehmenden Verbrechern wie dem italienischen Ministerpräsidenten Berlusconi oder dem israelischen Regierungschef Olmert oder Gaddafi oder Hussein oder, oder, oder distanziert haben ?? Macht Euch nicht lächerlich !

Die Leute gehen auf die Straße, weil sie ein Ventil brauchen und nicht, weil sie sich politisch korrekt verhalten wollen.

Wer von der Politikerklasse hat sich denn, bevor es modern wurde, von den Herren Filbinger, Carstens und Konsorten distanziert, die über den Status der „rechten Sympatisanten “ längst hinaus waren? Niemand! Mit denen wart Ihr nicht auf der Straße – mit denen habt Ihr gegessen, getrunken und gefeiert!

Nee Herr Gabriel, nicht nur in einem Fernsehinterview mal was rauslassen. Sich wirklich und dauerhaft, bis zur Lösung des Problemes, für Aufklärung und Abstellen der Sachverhalte einsetzen, ist gemeint.

Aber der Bürger, der soll sich erst mal schön distanzieren, bevor wir ihm zuhören.

Wo kämen wir denn hin, wenn der Bürger so ohne weiteres auf die Straße gehen kann, ohne daß wir Politiker einen Grund finden, der mit unserer Fehlleistung möglichst nichts zu tun hat.
Wir gehen dann anschließend wieder schön auf Staatskosten zum Italiener, saufen gemeinsam guten Wein und essen was feines und alles geht seinen gewohnten Gang.

Die Rheinland-Pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) sagte in einer Landtags-Debatte: „Wir brauchen eine klare Haltung dieser Organisation gegenüber. Und die müssen wir auch deutlich machen.“ Eine klare Distanzierung sei nötig, denn bei Pegida-Kundgebungen seien Neonazis und Rechtsextreme dabei.

Na und ? Die waren seit der Gründung der BRD sogar in allen Landtagen, Bundestagen und Verbänden dabei ! Hat es Euch da auch gestört ? Wo wart Ihr da? Oder seid Ihr Euren Genossen und Parteigängern gegenüber nicht so kritisch?

Oder habt Ihr vor denen nicht so eine Angst wie vor dem Normalbürger, dem Ihr übrigens Euer stattliches Einkommen zu verdanken habt.

Der von mir bislang sehr geschätzte Ministerpräsident von BW, Kretschmann, erklärt im Berliner Tagesspiegel (27. Dezember 2015): „Wir müssen mit ihnen reden und sie von etwas Besserem überzeugen.“ Dies gelte jedoch nicht für die Drahtzieher von Pegida, die die Vorurteile der Menschen für niedere politische Zwecke missbrauchten.

Hier bleibt erstens zu hinterfragen, was denn niedere politische Zwecke sind?
Ist das Kindesmißbrauch, Waffenlieferung, Mord oder ist das das Streben nach Macht um die eigenen politischen Ziele durchzusetzen ?
Wir können uns doch wohl ganz schnell einig werden, daß es die drei Erstgenannten nicht sind. Also bleibt noch das Streben nach Macht, das meines Wissens doch das Ziel aller politischen Parteien ist und wieso ist das bei einer Bürgerbewegung ein niederes und bei einer politischen Partei ein normales Ziel ??
Scheinbar sollte auch ein Herr Kretschmann mal überlegen, was er da von sich gibt.
Und zweitens – mal ganz ehrlich, der Normalbürger will nicht durch reden von etwas Besserem überzeugt werden. Diese Zeiten sind vorbei.

Er will Taten sehen.

Er will sehen, daß die von ihm Gewählten tatsächlich so rein und wahrhaftig sind, wie sie sich im Wahlkampf verkaufen.
Wenn sie dies nicht sind, dann sollen sie auch vor der Wahl dazu stehen. Schnell ist der Politiker eingeschnappt, wenn man von ihm eine absolut weiße Weste verlangt/erwartet. Oftmals wird dann bemüht, daß doch auch der Politiker nur ein Mensch sei.

Glaubt mir, es hat auch nie ein Bürger geglaubt, daß Ihr mehr als Menschen seid.

Das glaubt nur Ihr.

Aber dann tut wenigstens nicht auch noch so.
In dem Moment in dem Ihr dienstwagenberechtigt seid, glaubt Ihr doch tatsächlich, Ihr wärt mehr als der Wähler.
Aber der will sehen, daß die von ihm durch Wahl Beauftragten auch nach der Wahl SEINE Interessen vertreten und nicht die der Partei oder derer, die die Parteien finanzieren.

Es ist einfach heutzutage zu offensichtlich, daß der Bürger nur noch für das Wahlkreuz umworben wird. Darüber hinaus ist er der Trottel, der eine untergeordnete Rolle spielt. Wir, die Bürger wollen, daß erkennbar wird, daß dieses Land zum Wohle seiner Bürger regiert wird und das vermittels harten Arbeitseinsatzes derer, die sich dafür haben wählen lassen.

Mal ganz trivial – Ganz vorne fängt das bei den Wahlplakaten an, auf denen regelmäßig alte Bilder benutzt werden um Jugendlichkeit und Dynamik zu vermitteln.

Schon das ist Wahlbetrug !

Wie sollen Bürger darauf vertrauen, daß Ihr, liebe Politiker, uns vor Mogelpackungen schützt, wenn Ihr selbst kein Unrechtsempfinden für Mogelpackungen/-plakate habt ?

CDU-Präsidiumsmitglied Jens Spahn räumte in einer Talkrunde bei Günther Jauch ein, die Politik müsse die immer komplexer werdende Welt den Bürgern mehr erklären.

Nochmal. Glaubt nicht, daß der Bürger doof ist. Er will nichts erklärt bekommen.

Er versteht schon von alleine, daß die Banken zu seinen Lasten vor dem Bankrott gerettet wurden und nichts daraus gelernt haben.

Er versteht schon von alleine, daß sich Bausparkassen und Lebensversicherungen inzwischen aus ihren Verträgen herausstehlen können, ohne daß sich die Politik um ihn kümmert.

Er versteht schon von alleine, daß seine Nahrung inzwischen zu großen Teilen mit Gen-Manipuliertem Dreck durchsetzt ist, obwohl sich die Politik ehedem hingestellt hat und exakt dies absolut als nicht möglich bezeichnet hat.

Er versteht schon von alleine, daß der Telefon-Abhörskandal der NSA erst interessant wurde, als heraus kam, daß auch das Telefon der Kanzlerin abgehört wurde. Der Innenminister meinte sogar, daß ihm „diese Nachfragen auf den Senkel gingen“. Der Schutz der Bürger zählt nicht.

Er versteht schon von alleine, daß das, lieber Herr Spahn, was man dem Bürger glaubt erklären zu müssen ohnehin nicht des Politikers Überzeugung sondern die wiedergekäute Erklärung des Lobbyisten ist, da der Lobbyist derjenige ist, der den Politikern die immer komplexer werdende Welt nach seinem Gusto erklärt.

Er versteht schon von alleine, daß in den Landtagen und im Bundestag eine ganze Menge an Abgeordneten sitzt, die noch nicht einmal den Dunst einer Ahnung von dem haben, was sie dort abstimmen!

Wir wollen Taten sehen und wir wollen über die Ergebnisse, Erfolge UND Mißerfolge informiert werden. Auch das verkraften wir. Und wenn es irgendwann zu viele Mißerfolge sind, wählen wir neu und probieren es mit anderen Politikern.

Aber genau das ist es, was Ihr mit allen Mitteln verhindern wollt – und nur das.

Warum ? Vielleicht weil Ihr eben nur als Alibi ein Jahr bei Ford am Fließband rumgelungert und noch nicht einmal das Grundgesetz verstanden habt.

Und deshalb gibt es so viele bei Pegida.

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